Donnerstag, 29. Dezember 2011

Eingrenzung des Themas - Was ist Erwachsenenbildung? Wer ist erwachsen?

Erwachsenenbildung hat viele Facetten. Grundsätzlich denkt man wohl zunächst einmal an Kurse in Weiterbildungsinstituten. Auch die Universitäten sind ein Standbein der Erwachsenenbildung. Erwachsenenbildung geschieht aber auch am Arbeitsplatz durch informelles Lernen. Bei Letzterem wird oft gelernt ohne dass es bewusst angeleitet wird. Dies macht aber laut Forschungsstudien um die 70 bis 80 % des Lernens Erwachsener aus. Erwachsenenbildung kann aber auch nicht selbst gewollte Weiterbildung sein, wie z.B. bei Kursen, für die man vom Arbeitgeber oder ggf. von der Bundesagentur für Arbeit verpflichtet wird.
Eine zweite Frage ist, welche Teilnehmer die Erwachsenenbildung einschließt? Ab wann ist jemand erwachsen? Biologisch gesehen, wenn der Reifeprozess abgeschlossen ist. Rechtlich gesehen, wann der Gesetzgeber die vollen Rechte und Pflichten zugesteht. Oder ist man vielleicht erwachsen, wenn man seinen Lebensunterhalt selbst verdient? Das kann auf Grund der heute oftmals sehr unterschiedlichen Zeitpunkte des Berufseinstiegs im Alter zwischen 16 und 30 liegen.
Beide Fragen - sowohl die nach der Erwachsenenbildung als auch nach dem Erwachsensein können im Rahmen dieses Blogs nur am Rande behandelt werden, würden jedoch alleine schon Grundlage für weitere Ausführungen und Diskussionen liefern.
In diesem Projekt wird nur ein Aspekt von Erwachsenenbildung augegriffen, nämlich die freiwillige Weiterbildung an Volkshochschulen. Das Publikum ist sehr gemischt. Sowohl ältere Personen nehmen an Kursen teil, als auch Schüler (z.B. in Englischkursen zur Vorbereitung auf den Real- oder Hauptschulabschluss). Die Befragung der Kursteilnehmer wird exemplarisch zeigen, welcher Altersdurchschnitt derzeit an den VHS-Kursen vor Ort teilnimmt. Dieser Schnitt könnte jedoch im Sommersemester bereits wieder anders aussehen, da dann die Kurse für Schüler zur Prüfungsvorbereitung im Fach Englisch für den Schulabschluss angeboten werden.

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